轉型正義--二二八事件60週年特別報導

 
"228 - Zwischenfall" am 28.2.1947
In ganz Taiwan finden am 28.2.2017 Gedenkveranstaltungen zum 70. Jahrestag der gewaltsamen Niederschlagung des Aufstandes vom 28. Februar 1947 statt. Die DPP-Regierung unter Präsidentin Tsai Ing-wen will während ihrer Amtszeit die Wahrheitsfindung und Aufarbeitung der Vergangenheit vorantreiben.   
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Präsidentin Tsai Ing-wen bei der Gedenkveranstaltung im 228-Friedenspark in Taipei

 
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24.2.2017 Gedenktage haben nur nach tiefgreifenden Reformen einen Wert: Präsidialamt
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13.2.2017 Planungen für den 70. Jahrestag des Aufstands vom 28. Februar 
 
Geschichte des "228-Zwischenfalls"
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Gedenken an die Opfer

Taiwan wurde 1895 nach dem ersten Sino-Japanischen Krieg an Japan abgetreten. Die japanische Kolonialherrschaft über Taiwan dauerte von 1895 bis 1945. 1945 musste Japan nach verlorenem Krieg seine Herrschaft über Taiwan an China geben. Die Japaner übergaben Taiwan an die damalige chinesische Regierung, die KMT-Regierung der Republik China. Auf dem chinesischen Festland kämpften im Bürgerkrieg die Kommunisten und die Nationalistischen KMT-Truppen gegeneinander.
Die ersten Jahre nach dem Abzug der japanischen Kolonialregierung verliefen in Taiwan alles andere als reibungslos. Dies resultierte schließlich in einem der tragischen Ereignisse der jüngeren Geschichte Taiwans mit tausenden Opfern – dem sogenannten 228-Zwischenfall vom 28. Februar 1947.

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Ausstellung zum 70. Jahrestag des 228-Zwischenfalls in Taipei

Die Truppen, die nach dem Abzug der Japaner von der KMT-Regierung vom chinesischen Festland nach Taiwan geschickt wurden, waren schlecht ausgebildet und undiszipliniert.
Dazu kam hohe Inflation, Knappheit an den notwendigen Gütern zum Leben, unfaire Aneignung von Privatbesitz, Korruption und so weiter.
Die Abneigung der Bürger Taiwans wuchs und die Spannungen explodierten schließlich am 28. Februar 1947. Auslöser war das gewaltsame Vorgehen gegen eine Frau, die illegal unverzollte Zigaretten verkaufte. Dabei wurde ein Zuschauender erschossen.
Es kam zu Aufständen auf der ganzen Insel, nachdem Forderungen nach Reformen ignoriert wurden.

Der Bürgermeister von Taipei hält eine Ansprache

In den folgenden Wochen traf militärische Verstärkung aus Festlandchina ein. Danach folgte eine Verhaftungs- und Hinrichtungswelle, von der besonders die Intellektuellen und die Elite Taiwans betroffen waren.
Lange war der 228-Zwischenfall in Taiwan tabu. Erst ab den 1980er Jahren wurde nach und nach darüber gesprochen. 1995 gab der damalige Präsident Lee Teng-hui die erste offizielle Entschuldigung für den "228-Zwischenfall" im Namen der Regierung ab. Es folgen Bestimmungen u.a. für die Entschädigung der Opfer und ihrer Familien. Es wurden 228- Denkmäler, Gedenkstätten- und Museen eingerichtet. Der 28. Februar ist nun gesetzlicher Gedenk- und Feiertag. Die jetzige DPP-Regierung unter Präsidentin Tsai Ing-wen will die Wahrheitsfindung und Aufarbeitung dieses Kapitels der Geschichte vorantreiben.

   
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Weiße Lilien zum Gedenken an die Opfer
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Gedenkveranstaltung in Pingtung
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Gedenkveranstaltung in Tainan
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Gedenkveranstaltung in Hualien in Osttaiwan
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 Gedenken an die Opfer  Premierminister Lin Chuan bei einer Gedenkveranstaltung in Kaohsiung
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Der frühere Präsident Ma Ying-Jeou besucht eine Ausstellung Forderung von Ureinwohnern nach Gerechtigkeit
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Gedenkveranstaltung in Chiayi Gedenkveranstaltung in Chiayi
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Präsidentin Tsai Ing-wen nimmt an einer christlichen Gedenkmesse teil  Ausstellung zum Gedenken an Tang De-Jhang, Opfer des 228-Zwischenfalls

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Sonderausstellung zum 70 Jahrestag des 228-Zwischenfalls  228 Mahnmal in Chiayi
 

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